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Neuigkeiten zum Thema berufliche Weiterbildung

Lernformen V - Massive Open Online Course - MOOC

MOOC - Massive Open Online Course 

Massive Open Online Course (deutsch offener Massen-Online-Kurs), kurz MOOC, bezeichnet überwiegend in der Hochschul- und Erwachsenenbildung verwendete Onlinekurse, die mangels Zugangs- und Zulassungsbeschränkungen in der Regel große Teilnehmerzahlen aufweisen.

MOOCs kombinieren traditionelle Formen der Wissensvermittlung wie Videos, Lesematerial und Problemstellungen mit Foren, in denen Lehrende und Lernende interagieren und in virtuellen Lerngruppen zusammenarbeiten.

Es gibt drei Kerncharakteristika von MOOCs: Offenheit, Persistenz-Barrieren und Modell.

Offenheit

MOOCs sind charakterisiert durch frei zugängliche Technologien und Software für Bildungszwecke, frei zugängliche Inhalte und Lernressourcen und frei zugängliches Wissen. Lernende und Lehrende teilen offen Lernmethoden. Unter Offenheit wird demnach im Wesentlichen die freie, offene Kommunikation und Teilnahme an einer offenen vernetzten Umgebung verstanden.

Persistenz-Barrieren

MOOCs beinhalten bestimmte behindernde Faktoren, die Hindernisse für die reibungslose Teilnahme und damit erfolgreiches Lernen darstellen. Folgen solcher Barrieren können schlechte Ergebnisse oder der Abbruch des Kurses sein. Durch die Barrieren eines MOOCs wird ebenfalls das häufig angesprochene Problem der geringen Absolventenquote von MOOCs erklärt. Solche Barrieren können beispielsweise die Fähigkeit im Umgang mit neuen Technologien, Sprachkenntnisse, Zeitzonendifferenzen und zeitliche/terminliche Bindung des MOOCs sein.

Modell

Jedem MOOC liegt ein bestimmtes Lernmodell zugrunde. Heutige MOOCs lassen sich hauptsächlich als cMOOC oder xMOOC klassifizieren. Diese unterscheiden sich zum Beispiel hinsichtlich des Ausmaßes der Autonomie der Teilnehmenden und des Strukturierungsgrades des Kurses. Auch der Umgang mit Leistungsbewertungen und Prüfung unterscheidet sich unter den Modellen. Vor allem aber liegt den verschiedenen Modellen jeweils ein unterschiedlicher pädagogischer Ansatz zugrunde.

Die xMOOCs haben ihren Ursprung in regulären Hochschulveranstaltungen, die nachträglich als Online-Kurs einer großen Anzahl von Teilnehmenden zur Verfügung gestellt wurden.

Ausgehend von einem Oberthema und einem Zeitplan mit einigen festgelegten Abschnitten und Ereignissen, stellen die Kursanbieter bei cMOOCs als Impuls einige in der Regel online verfügbare Ressourcen, wie Texte oder Videos, zur Verfügung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entscheiden selbst, ob und in welcher Weise sie sich einbringen. Werden sie aktiv, erstellen sie selbst weitere Materialien, etwa in Form von Blogbeiträgen, Tweets, Videos oder Podcasts. Sie werden dem Kurs zur Verfügung gestellt und können fortan kommentiert, diskutiert oder erweitert werden.

Ein Beispiel für eine deutsche Plattform ist  openHPI – die MOOC-Plattform des Hasso-Plattner-Instituts: https://open.hpi.de/pages/about

 

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