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Neuigkeiten zum Thema berufliche Weiterbildung

Lernformen IV - Fernunterricht

Fernunterricht (engl. distance learning) ist ein in Deutschland verbraucherschutzrechtlich definierter Begriff. Laut Fernunterrichtsschutzgesetz von 1977 handelt es sich beim „Fernunterricht“ um die „Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, bei der Lehrende und  Lernende ausschließlich oder überwiegend räumlich getrennt sind, und Lehrende oder ihre Beauftragten den Lernerfolg überwachen“.

Fernlehrgänge können durchaus Präsenzseminare umfassen, doch der überwiegende Teil des Lernstoffs wird laut Definition – und im Gegensatz zum Präsenz- oder Direktunterricht – räumlich getrennt von den Lehrenden, also individuell und unter freier Zeiteinteilung, bearbeitet. Die entsprechende Bildungseinrichtung wird auch Fernschule genannt. Die pädagogische Begleitung und Lernerfolgskontrolle unterscheidet den Fernunterricht wiederum vom Selbststudium.

Auch akademische Abschlüsse sind erreichbar über Fernunterricht – als Fernstudium.

Der Begriff „Fernstudium“ ist nicht geschützt und dementsprechend wird auch für viele nicht-akademische Angebote damit geworben, obwohl es eigentlich Fernlehrgang heißen müsste.

Diese Fernlehrgänge sind nicht per se unseriös – viele Anbieter sind auf dem Weiterbildungsmarkt sehr bekannt und die Lehrgänge sind für viele Weiterbildungswillige eine gute Alternative zu einem langwierigen akademischen Studium. Der Abschluss ist allerdings nicht mit einem akademischen Grad vergleichbar. Daher ist ein genaues Studium der Kursangebote erforderlich.

 

http://www.gesetze-im-internet.de/fernusg/index.html#BJNR025250976BJNE001602320

https://www.zfu.de/files/Ratgeber/Ratgeber_Print.pdf

https://www.studieren-berufsbegleitend.de/hochschulen-finden/

 

 

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