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Neuigkeiten zum Thema berufliche Weiterbildung

Neues Förderprogramm geplant

Zur Unterstützung von Langzeitarbeitslosen plant das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Einführung eines neuen Förderprogramms. Dieses soll den Namen „Mitarbeit“ tragen.

Wer wird wie gefördert?

Die Förderung richtet sich an Menschen, die schon besonders lange – also länger als sechs innerhalb der letzten sieben Jahre – Regelleistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) beziehen.

Damit sie eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben, gibt es folgende Förderungen:      

  1. Zuschuss zum Arbeitsentgelt: in den ersten beiden Jahren Zuschuss von 100 Prozent zum regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelt; in jedem weiteren Jahr wird dieser Zuschuss um zehn Prozentpunkte gekürzt. Die maximale Förderdauer beträgt fünf Jahre.
  2. Förderung von guter Arbeit: Langzeitarbeitslose arbeiten in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung bei Arbeitgebern der Wirtschaft, in sozialen Einrichtungen oder bei Kommunen.
  3. Begleitende Betreuung: Um die Beschäftigung zu festigen, werden Teilnehmende und Arbeitgeber bei Fragen und Problemen auf jeden Fall im ersten Jahr unterstützt und betreut ("Coaching"), wenn erforderlich auch während der gesamten Förderung.

Um die Zahl der Langzeitarbeitslosen noch weiter zu reduzieren, werden auch Personen gefördert, die seit mindestens zwei Jahren arbeitslos sind. Ziel ist es, eine lange Arbeitslosigkeit verhindern zu helfen. Hier greifen folgende Förderinstrumente:

  1. Zuschuss zum Arbeitsentgelt für 24 Monate. Im ersten Jahr in Höhe von 75 Prozent und im zweiten Jahr in Höhe von 50 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts.
  2. Gefördert werden sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse bei allen Arbeitgebern mit dem Ziel der Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt.
  3. Es besteht eine Nachbeschäftigungspflicht des Arbeitgebers von sechs Monaten nach dem Ende der Förderung.
  4. Flankierend zum Lohnkostenzuschuss erfolgt eine beschäftigungsbegleitende Betreuung ("Coaching"). Das Coaching kann während der gesamten Förderdauer erbracht werden. In den ersten sechs Monaten ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin für notwendiges Coaching freizustellen.
  5. Qualifizierungsmaßnahmen können nach den allgemeinen Vorschriften in Anspruch genommen werden.

 Das Gesetz, welches Grundlage für die Umsetzung der geplanten Vorhaben sein soll, befindet sich derzeit noch in der regierungsinternen Abstimmung.

Es ist beabsichtigt, das Gesetzgebungsverfahren noch in diesem Jahr abzuschließen, so dass die Jobcenter das neue Instrument im kommenden Jahr anwenden können.

http://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2018/unterstuetzungsangebot-mitarbeit.html

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