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Neuigkeiten zum Thema berufliche Weiterbildung

Pflege- und Gesundheitspersonal wird knapp

Infolge der demografischen Entwicklung in Deutschland wird mit einem steigenden Bedarf an Pflege- und Gesundheitsleistungen gerechnet. Für die Fachkräftesicherung in diesem Bereich ist dies mit großen Herausforderungen verbunden. Die BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen zeigen auf, wie sich Angebot und Bedarf in diesen Berufen langfristig entwickeln könnten.

In der Projektion gibt es zwei vom BIBB untersuchte mögliche Ausgleichsmechanismen, die diese Entwicklung zu einem gewissen Grad mitbeeinflussen: Die Lohnentwicklung und die berufliche Mobilität der Erwerbspersonen. Demnach nimmt die "Stayer"-Quote, also der Anteil derer, die im Feld ihres erlernten Berufs verbleiben, in den Pflege- und Gesundheitsberufen bis 2035 aufgrund der ungünstigen Lohnentwicklung um etwa vier Prozentpunkte ab, die berufliche Mobilität also entsprechend zu. Dies senkt das Angebot an qualifizierten Fachkräften, was angesichts der begrenzten Zugangschancen für fachfremdes Personal zu vielen dieser Berufe von den Expertinnen und Experten des BIBB kritisch gesehen wird. Gleichwohl zeigt die mit 70 Prozent immer noch sehr hohe "Stayer"-Quote, dass es neben Maßnahmen, um das bestehende Personal zu halten, besonders lohnenswert ist, in diesem Bereich auszubilden. Denn ein Großteil der Ausgebildeten würde im Berufsfeld bleiben. Um dieses Berufsfeld attraktiv zu gestalten, spielt daher, so das BIBB-Ergebnis, nicht zuletzt die Vergütung eine Rolle. Aber auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Aufstiegschancen sind wichtige Einflussfaktoren für die zukünftige Fachkräftesicherung.

Zum Artikel: https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/bwp/show/id/8233

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