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Neuigkeiten zum Thema berufliche Weiterbildung

Erfahrungen zur betrieblichen Weiterbildung in Österreich

Der »Tag der Weiterbildung« findet in Österreich am 4. Juni 2014 bereits zum sechsten Mal statt. Der Veranstalter, die »Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung« (PbEB), präsentiert aus diesem Anlass die Studie »Weiterbildung 2014«. Sie wurde vom Marktforschungsinstitut MAKAM Research durchgeführt.

Weiterbildung verbessert vor allem Fachqualifikationen

Weiterbildung könne vor allem Fachqualifikationen erfolgreich vermitteln, so die Meinung der Unternehmen: Gute bis sehr gute Effekte sehen die Unternehmen bei EDV-Anwenderkenntnissen, kaufmännischen und technischen Fähigkeiten sowie Grundkenntnissen wie Rechnen, Schreiben und Lesen. Auch Fremdsprachenkenntnisse und kommunikative Fähigkeiten könnten aus Sicht der Unternehmen im Rahmen von Weiterbildung gezielt vermittelt werden. Etwas weniger stark vertrauen die Unternehmen auf Weiterbildung, wenn es um Qualifikationen wie Kritikfähigkeit, soziale Kompetenzen oder Eigenmotivation geht.

»Es ist verständlich, dass die Unternehmen sich bei Fachqualifikationen stärker auf Weiterbildung verlassen. Wenn ein Mitarbeiter nicht weiß, wie er eine Maschine bedienen soll, kann er einen Kurs besuchen – und hat danach verlässlich die gewünschte Qualifikation. Wenn einem Arbeitnehmer kommunikative Fähigkeiten oder soziale Kompetenz fehlen, kann Weiterbildung zwar den nötigen Anstoß zur Verbesserung geben. Aber ein Kurs reicht nicht aus, das Unternehmen muss selbst auch etwas tun und begleitende Maßnahmen setzen, und natürlich muss die Bereitschaft des jeweiligen Beschäftigten vorhanden sein«, interpretiert PbEB-Sprecher Knett die Ergebnisse.

Bedeutungszuwachs von Marketing- und Verkaufstraining

Wie im Vorjahr wurden die Unternehmen im Rahmen der Studie »Weiterbildung 2014« auch gefragt, welche Bedeutung sie einzelnen Weiterbildungsmaßnahmen zuordnen. Den größten Konkurrenzvorsprung erwarten sich die Unternehmen noch immer durch Weiterbildung im Bereich Technik und Produktion (56 %; Vorjahr: 55 %). Deutlich wichtiger werden Marketing- und Verkaufstrainings (heuer ebenfalls 56 %; Vorjahr: 46 %). Nach wie vor an dritter Stelle steht das Thema Persönlichkeitsentwicklung (51 %; Vorjahr: 47 %). Bei den genannten Zahlen handelt es sich um eine gewichtete Auswertung der wichtigsten, zweitwichtigsten und drittwichtigsten Weiterbildungsbereiche. »Wegen des zunehmenden Wettbewerbs treten viele Unternehmen eine Flucht nach vorne an: Marketing- und Verkaufstrainings sollen dazu beitragen, Marktanteile zu halten oder sie auszubauen. Bei schlechter Umsatzentwicklung im Gesamtmarkt ist Weiterbildung in den Bereichen Marketing und Verkauf umso wichtiger«, begründet Knett die steigende Bedeutung dieses Segments.

Auch methodisch tut sich einiges im Weiterbildungs-Bereich: Bereits in 23% der österreichischen Unternehmen wird E-Learning eingesetzt, und zwar vor allem für Produktschulungen und in den Bereichen Technik und Produktion, Informatik und EDV-Anwendungen sowie Verkaufstraining und Marketing. 

http://www.pbeb.at/

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