WDB Berlin Blog

Neuigkeiten zum Thema berufliche Weiterbildung

Neue Dienstleisterin der Arbeitsmarkt- und Bildungsförderung in Berlin

Die ABG Arbeit in Berlin GmbH ist als neue Dienstleisterin der Arbeitsmarkt- und Bildungsförderung in Berlin ab dem 1. Januar 2014 von der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen beauftragt, Maßnahmen der Beschäftigungsförderung und Qualifizierung in Berlin zu begleiten. In Kürze wird die Webseite  ausgebaut. Ab 01.01.2014 sind Arbeitsmarktförderungen des Landes Berlin generell bei den Dienstleistern ABG Arbeit in Berlin GmbH (Beschäftigung, Jobcoaching und Qualifizierung) und SPI Consult GmbH (Berufliche Aus- und Weiterbildung) über eine internetbasierte Projektverwaltung (Antragstellung, Bewilligung, Abrechnung, Mittelabforderungen) zu beantragen und abzurechnen. Grundlage ist das Programm Eureka, das bereits seit vielen Jahren für den ESF zum Einsatz kommt. Dies wurde 2013 so angepasst, dass damit sowohl ESF-geförderte als auch landesfinanzierte Förderinstrumente umgesetzt werden können. Nähere Informationen zur Antragstellung und Abrechnung über die neue Version EurekaPlus2.0 erhalten Sie von o.g. Dienstleistern bzw. ECG in weiterführenden Hinweisen und Schulungen, soweit Sie Förderungen des Landes Berlin beantragen bzw. beantragt haben. Begleitend ist außerdem eine Hotline für die Beantwortung von Fragen zur Anwendung von EurekaPlus2.0 eingerichtet. Für den Zugang zu EurekaPlus2.0 unter der Adresse https://eurekaplus.berlin.de/EurekaPlus20/ müssen sich all die Träger, die noch nicht in EurekaPlus gearbeitet haben, zunächst registrieren lassen und können dann entsprechende Anträge stellen.

Kaufmann/-frau für Büromanagement: Neuer Beruf ab 01.08.2014

Die drei bisherigen Berufe Bürokaufmann/-frau, Kaufmann/-frau für Bürokommunikation und Fachangestellte/-r für Bürokommunikation werden zu diesem einzigen Beruf zusammengeführt. Eine perfekte Einstiegsmöglichkeit für alle, die ihre berufliche Karriere mit einer breit und solide angelegten kaufmännischen Basis starten möchten. Frischer Wind in der Büroausbildung: die Berufe Bürokaufmann/-frau, Kaufmann/-frau für Bürokommunikation und Fachangestellte/-r für Bürokommunikation (ö.D.) werden zu einem neuen Berufsbild zusammengefasst. Die Industrie- und Handelskammer zu Berlin  informiert über den neuen Ausbildungsberuf.Die Ausbildung in den Büroberufen steht bei Unternehmen und Auszubildenden hoch im Kurs. Seit vielen Jahren rangiert die Ausbildung in den drei Berufsbildern Bürokaufmann/-frau, Kaufmann/-frau für Bürokommunikation und Fachangestellte/-r für Bürokommunikation (ö.D.) auf den oberen Plätzen bei den eingetragenen Ausbildungsverhältnissen. Da sich das typische Aufgabenfeld einer Bürofachkraft seit Inkrafttreten der „ehemaligen“ Berufsbilder -im Falle der Bürokaufleute 1991-, nicht zuletzt aufgrund des Einzugs moderner Computer- bzw. Internettechnik, stark geändert hat, war es an der Zeit, die berufliche Qualifizierung dem Anforderungsprofil entsprechend anzupassen. Im neuen Berufsbild der Kaufleute für Büromanagement wird es zukünftig noch besser möglich sein, die individuellen Schwerpunkte der ausbildenden Betriebe in den Ausbildungsverlauf zu integrieren. Hierfür stehen insgesamt 10 Wahlqualifikationsbausteine zur Verfügung, aus denen jeweils zwei mit einem zeitlichen Volumen von jeweils 5 Monaten fester Bestandteil des Ausbildungsplanes werden. Zusätzlich relevante Wahlqualifikationsbausteine können -was insbesondere für besonders leistungsstarke Auszubildende interessant ist- im Rahmen der Abschlussprüfung als sogenannte Zusatzqualifikation gesondert geprüft und durch ein separates Zeugnis bescheinigt werden.

Telefonische Studienberatungen an Fernschulen

Fernstudiengänge werden als Weiterbildungsvariante immer beliebter. Damit Zeit und Geld für ein Fernstudium auch tatsächlich gut angelegt sind, sollten sich Interessierte vor dem Studium gut beraten lassen. Die erste Anlaufstelle stellen dabei sicherlich die telefonischen Studienberatungen der Fernschulen dar. Doch wie ist es mit der Qualität dieser Beratung? Wird tatsächlich objektiv beraten oder in erster Linie verkauft? Das Team von Fernstudium Direkt hat unter dieser Fragestellung die 13 größten Fernschulen in Deutschland getestet. »Mit fiktiven beruflichen Hintergründen und unterschiedlichem Weiterbildungsinteresse traten unsere Testpersonen an die Berater heran. Dabei wurden zum einen die fachliche Qualität, die Vereinbarung von Zielen und das Aufzeigen von Lösungsvorschlägen überprüft. Zum anderen wurden die Gesprächsführung durch den Berater und die äußeren Rahmenbedingungen bewertet«, erklärt der Redakteur Udo Fleckenstein den Ablauf des Tests. Das Ergebnis fällt dabei überraschend positiv aus. Die meisten Fernschulen konnten im fachlichen Bereich mit umfangreichem Wissen überzeugen. »Bis auf wenige Ausnahmen fühlten sich unsere Tester durchaus gut beraten«, erklärt der Redakteur. Das BTB (Bildungswerk für therapeutische Berufe), die PFH (Private Hochschule Göttingen) und die IUBH (Internationale Hochschule Bad Honnef - Bonn) fielen bei dem Test mit einer besonders umfangreichen Serviceorientierung und einer sehr kompetenten Studienberatung auf. »Was uns allerdings bei dem überwiegenden Teil der Fernschulen erschreckt hat, war die sehr mangelhafte Auskunft zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten. Wer hier falsch oder gar nicht durch die Fernschulen beraten wird, kann nämlich am Ende bares Geld durch eine verpasste Förderung verlieren«, betont Fleckenstein. Die Testergebnisse finden Sie hier als pdf-Dokument.

Erasmus+ bringt Mobilitätsschub in Europa

Grünes Licht für die europäische Bildungskooperation: Am 1. Januar 2014 ist Erasmus+ gestartet. Das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist mit einem Budget in Höhe von 14,7 Mrd. Euro ausgestattet. Erasmus+ bündelt die bisherigen non-formalen und formalen Bildungsprogramme der EU und macht sie überschaubarer, leichter zugänglich und besser nutzbar. Mehr als 4 Millionen Menschen in Europa - insbesondere Schüler/-innen und Studierende, Auszubildende, Lehrkräfte und junge Freiwillige - sollen so bis 2020 Stipendien und Zuschüsse für einen Aufenthalt zu Lernzwecken im Ausland erhalten. Hier finden Sie konkrete Informationen zu einzelnen Programmen.

Berufsbildung ist Exportschlager

Die qualitativ hochwertige und praxisnahe Aus- und Weiterbildung Deutschlands wird im Ausland stark nachgefragt. Das ist ein Ergebniss aus der Studie "TrendBarometer 2012/2013 Exportbranche Aus- und Weiterbildung", für die 100 Manager deutscher Aus- und Weiterbildungsunternehmen ihre Einschätzung abgegeben haben. Immer erfolgreicher sind technische Berufe: Sie sind in sieben von zehn Fällen Gegenstand des Bildungsexports. Wichtigste internationale Leistungsangebote sind Präsenzseminare im Ausland, gefolgt von Beratungsdienstleistungen und der Ausbildung von Lehrkräften. Fast jeder vierte deutsche Anbieter exportiert Bildungsleistungen; 2010 war es noch etwa jeder zehnte. Demnach hat sich der Anteil der exportierenden Bildungsanbieter in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt. Die Initiative iMOVE unterstützt Deutsche Anbieter mit einem umfangreichen Serviceangebot bei der Erschließung internationaler Märkte. Mit der Marke "Training - Made in Germany" wirbt iMOVE im Ausland für deutsche Kompetenz in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Zudem fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung innovative Wege deutscher Aus- und Weiterbildungsanbieter ins Ausland mit der Förderrichtlinie Berufsbildungsexport. Lesen Sie mehr darüber: www.imove-germany.de www.berufsbildungsexport.de

Zeit, Nutzen und Geld bestimmen Weiterbildungsverhalten

Ergebnisse eines BIBB-Forschungsprojekts zur beruflichen Weiterbildung Ob und in welchem Umfang Beschäftigte bereit sind, selbst Mittel für eine berufliche Weiterbildung aufzubringen, hängt stark vom erwarteten Nutzen der Maßnahme ab. Die Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zum Weiterbildungsverhalten von Betrieben und Beschäftigten lassen zudem darauf schließen, dass auch ein hoher Zeitaufwand für Erwerbstätigkeit und Betreuungsverpflichtungen mitentscheidet, ob Erwerbstätige überhaupt eine Bereitschaft für eine selbstfinanzierte Weiterbildung mitbringen. Auch fehlende zeitliche Flexibilität, zum Beispiel durch fixe Arbeits- oder Betreuungszeiten, hat einen negativen Effekt. Dagegen beeinflussen die finanziellen Möglichkeiten der Beschäftigten vor allem den Umfang ihrer selbstfinanzierten Weiterbildungsaktivitäten. Die Vermutung, dass Betriebe weniger zur Finanzierung von Weiterbildung beitragen, weil sie befürchten, dass die Beschäftigten nach einer Qualifizierungsmaßnahme zu anderen Arbeitgebern abwandern, konnte statistisch nicht abgesichert werden. Die Ergebnisse des BIBB-Forschungsprojekts beruhen auf Daten, die aus eigenen Personen- und Betriebsbefragungen gewonnen wurden. So zeigt die Befragung von 1.600 Erwerbstätigen, dass neben den finanziellen und zeitlichen Restriktionen vor allem der erwartete Nutzen einer Weiterbildungsmaßnahme darüber entscheidet, wie hoch die persönliche Zahlungsbereitschaft ausfällt. Ein wichtiges Ziel müsse es daher nach Auffassung des Projektteams sein, Informationsmöglichkeiten so zu gestalten, dass Interessierte sich ohne großen Aufwand eigenständig ein Urteil darüber bilden können, ob bestimmte angebotene Kurse am Arbeitsmarkt anerkannt beziehungsweise honoriert werden und ob die Qualität der Kurse und des Lehrpersonals einen Lernerfolg erwarten lassen. Eine besondere Herausforderung stellen Personen dar, die sich am Arbeitsplatz überfordert fühlen, sowie Menschen in niedriger beruflicher Stellung. Deren relativ geringe Zahlungsbereitschaft für Weiterbildung lässt sich der Studie zufolge nicht allein auf eine schwächere Nutzenwahrnehmung oder begrenzte finanzielle beziehungsweise zeitliche Ressourcen zurückführen. Hier könnten Gewohnheiten oder alternative Freizeitaktivitäten eine Rolle spielen, denen im Vergleich zur Weiterbildung ein größerer persönlicher Nutzen beigemessen wird. Das BIBB-Forschungsprojekt ging auch der Aussage nach, dass Betriebe wegen der potenziellen Gefahr eines Arbeitgeberwechsels zu wenig in die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten investieren. Um dieses Abwanderungsrisiko näher zu untersuchen, wurden rund 1.200 Betriebe zur Belegschaftsfluktuation und zu den betrieblichen Weiterbildungsinvestitionen befragt. Dabei zeigt sich unter anderem, dass das Abwanderungsrisiko von allen untersuchten möglichen Gründen die geringste subjektive Bedeutung für die Weiterbildungsabstinenz von Arbeitgebern hat, obwohl von manchen Betrieben durchaus eine Sensibilität für dieses Thema geäußert wird. Auch objektiv konnte aus den Daten kein grundsätzlich negativer Zusammenhang zwischen der Abwanderungsquote und dem betrieblichen Weiterbildungsengagement festgestellt werden. Offenbar sehen viele Betriebe die Weiterbildung als wichtiges Mittel der Beschäftigtenbindung. Zu berücksichtigen ist ferner, dass die verbreitete Anwendung von Rückzahlungsvereinbarungen eine wichtige Rolle spielt - als Möglichkeit, betriebliche Weiterbildungserträge abzusichern. Weitere Informationen unter www.bibb.de/de/wlk54493.htm

Ausbildung in Teilzeit für Jugendliche

Jugendliche mit Kind oder pflegebedürftigen Angehörigen stehen vor einer großen Herausforderung: der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Diese Jugendliche können in Teilzeit einen Beruf erlernen.  Die Vorteile des Ausbildungsmodells auf einen Blick Für Jugendliche ...  Durch die flexible Gestaltung der Ausbildungszeit haben sie die Möglichkeit, Familie und Berufsausbildung miteinander in Einklang zu bringen. Sie können - trotz Familie - einen qualifizierten Berufsabschluss erreichen und dadurch für sich und ihre Kinder eine solide Lebensgrundlage schaffen. Damit verbessern sie auch ihre Chancen im späteren Erwerbsleben. Die Ausbildung kann junge Eltern aus einer möglichen Isolation holen: Sie haben eine berufliche Perspektive und Abwechslung vom Alltag. Für Betriebe ...  Sie verschaffen sich mit den jungen Eltern Zugang zu einer völlig neuen Bewerbergruppe und sichern sich hoch motivierte Auszubildende. Durch die familiäre Verantwortung bringen Auszubildende ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Organisationstalent und Motivation mit, wovon der ausbildende Betrieb profitiert. Im Wettbewerb um gute und geeignete Auszubildende profitieren Betriebe, die in Teilzeit ausbilden, von einem Image- und Standortvorteil: Sie sind familienfreundlich. Sie leisten einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Berufsausbildung in einer modernen Gesellschaft und reagieren innovativ auf veränderte Familienstrukturen. Darüber hinaus können sie die Ausbildungszeit flexibel und passend zur Betriebsstruktur gestalten. Dies ist vor allem für Betriebe von Bedeutung, die geringe Kapazitäten für eine Vollzeitberufsausbildung haben. Sie können auch in Kooperation mit anderen Akteuren, wie z. B. in einer Verbundausbildung, neu in die Berufsausbildung einsteigen und so langfristig auch den eigenen Fachkräftebedarf decken. Link: http://www.jobstarter.de